Piercing

ist eigentlich nichts Neues. So verzierten die ägyptischen Königinnen ihren Bauchnabel und der Ring durch die Brustwarze galt im alten Rom als Zeichen der Männlichkeit. Heute sind Piercings Teil des täglichen Outfits - ob in der Disco oder am Bankschalter. Und genauso wie die schon zigmal totgesagte Jeans haben sie sich vom Trend zum Klassiker entwickelt.

Übrigens: Wer behauptet, schmerzlos zu piercen, lügt!

Ihr könnt sicher sein, dass euch ausschließlich medizinisch geschultes Personal betreut. Eine lokale Betäubung, spezielle Techniken, sterile Nadeln und steriles Verbandsmaterial, der passende Schmuck und die richtigen Tipps für die Nachbehandlung garantieren euch viel Freude an eurem Körperschmuck.

Ohrlochpistolen - Nein, danke!

Diese Instrumente können aufgrund ihrer Plastikanteile oft nicht ausreichend sterilisiert werden und sind daher potentielle Überträger von Hepatitis B und C.

  • Wir benutzen sterile Einwegnadeln. Der stumpfe Bolzen zermatscht beim Durchschießen das Gewebe regelrecht und sorgt im eingeschlossenen, absterbenden Gewebe für einen perfekten Nährboden für Bakterien.
  • Beim Piercen wird exakt der benötigte Platz für das neue Schmuckstück geschaffen. Das umliegende Gewebe bleibt unberührt, das gepiercte Loch wächst auch nach langer Tragezeit des Piercings wieder sauber zusammen. Der Stecker für die Pistolen ist immer mit einem fixierten Verschluss versehen. Das heißt, bereits bei einer geringen Schwellung (eigentliche eine normale Reaktion) schwillt das Gewebe in den Stecker.
  • Wir setzen ein Schmuckstück ein, das noch genügend Platz lässt. Die Ohrlochpistolen werden von Verkäufern oder Friseuren gehandhabt. Neben einer unzureichenden Kenntnis von Hygienepraktiken sind sie über Materialien und deren Verträglichkeit nicht, oder nur schlecht informiert.
  • Professionelle Piercer haben sehr gute Kenntnisse über die möglichen Materialien und klären die Kunden ausführlich darüber auf, was auf Dauer gut aussieht und können diese Piercings sofort einsetzen.

Ohrlochpistolen wurden ursprünglich zur Markierung von Kuh-Ohren verwendet, dabei hätte es auch bleiben sollen!!!

Piercings für Sie und Ihn

Bauchnabel: Das Piercing der Königinnen

Besonders beliebt bei Frauen, aber auch schon bei Männern gesichtet. Während dem Heilprozeß etwas unbequem bei engen Jeans, dafür aber anschließend wunderschön.

Augenbraue: Ein Piercing ohne Geschichte

Für Sie und Ihn. Sehr bequem zu tragen, vor allem als Steg. Dieses Piercing ist leicht zu pflegen und verheilt relativ schnell und problemlos.

Ohr: Die Spielwiese

Egal ob einer, zwei oder zehn - hier kann jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen. Besonders trendig ist das Piercing im Ohrknorpel oder am Tragus.

Zunge: Der Erotik-Kick

Besonders beim Küssen! Verheilt extrem schnell und problemlos. Die ersten 3-4 Tage sind jedoch gewöhnungsbedürftig.

Nase: Der Klassiker

Ob Ring oder Stecker, ob einer oder zwei. Dieses Piercing paßt zu fast jedem Typ. Heilt problemlos. Die ersten Tage ist beim Abtrocknen der Gesichts lediglich etwas Vorsicht geboten.

Lippe: Extravagant

Als Ring sehr auffällig, als Stecker sehr bequem zu tragen. Neuester Trend hier: das sogenannte Madonna-Piercing schräg überhalb der Lippe. Verheilt sehr schnell.

Intimpiercing: Ein Piercing, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut

Überraschen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin. Lassen Sie sich vor Ort beraten, welches Piercing machbar ist und zu Ihnen passt. Heilt sehr schnell und problemlos ab.

Skindiver

Skindiver werden im Gegensatz zu Dermal Anchors lediglich gepuncht, sind daher kleiner und haben kein Gewinde. Sie bestehen aus einem Stück und lassen sich jederzeit wieder entfernen. Mithilfe dieser Technik ist es möglich auch an vielen "nicht-piercbaren Stellen" Körperschmuck anzubringen, ausgefallenere Projekte/Muster zu realisieren, sein Tattoo "aufzupimpen" und natürlich auch mal nur einen Stein einzusetzen. Dermalanchors werden bei uns nicht mehr angeboten.

Hinweis!

Hier im Studio machen wir auf keinen Fall Ampalang oder Prinz-Albert-Piercings, für solche Art von Piercings wenden Sie sich bitte an ein anderes Piercing-Studio ihrer Wahl.

Aus medizinischen Gründen stechen wir keine Zungenbändchen.

Piercings bei Kindern unter 14 Jahren lehnen wir auch mit Einverständnis der Eltern ab.

Aftercare

Grundsätzliches

Jede Hautverletzung bringt die Gefahr einer Infektion mit sich, bis der Körper wieder eine schützende Haut um die Verletzung bilden kann. Nach dem Piercen solltet Ihr für 24 Stunden nicht baden oder duschen. Bis zur initialen Ausheilung (2-3 Tage) der Stichwunde sollte starkes Schwitzen durch körperliche Anstrengung vermieden werden, da über den Körperschweiß auf der Haut befindliche Bakterien in die Wunde gelangen könnten (v.a. Bauchnabel). Nach Abheilung des Wundkanals (mind. 4 Wochen) darf der Schmuck zum Waschen kurz herausgenommen werden. (Auf keinem Fall bei Nasenpiercing !) Den Schmuck vor dem Wiedereinsetzen mit Alkohol reinigen. In der Regel ist die Wunde nach 4 - 6 Wochen verheilt. Beachtet jedoch bitte, dass erst nach etwa 6 Monaten die um die Wunde gebildete Haut so widerstandsfähig ist wie vor dem Piercen. Reinigt deshalb bis dahin Euer Piercing regelmäßig und verwendet nur geeigneten Schmuck, um Entzündungen vorzubeugen. Die Wahl des richtigen Materials ist auch nach der Abheilung immer wichtig, kauft deshalb nie „billige“ Schnäppchen aus dem Katalog oder Märkten, sondern nur mit fachkundiger Betreuung.

Nabel, Augenbraue, Ohr, Brust, Nase, Lippe außen

2 x täglich mit farblosem Haut-Desinfektionslösung (z.B.50 ml Octenisept) reinigen und vorsichtig bewegen (die ersten 4 Wochen), vorher jedoch unbedingt die Kruste (Blut,Wundsekret,Talg) am Schmuck aufweichen und mit Wattestäbchen oder fusselfreiem Tuch entfernen (beim Duschen durchspülen!)

Bei Infektion: 2-4 x täglich Tyrosur-Gel (5 g) zur Beschleunigung der Wundheilung, Vorbeugung von Infektionen und Austrocknung des Wundgrundes

  • keine Fettsalben (z.B. Bepanthen, Teebaumöl) auftragen
  • bei staubigen oder schmutzigen Arbeiten bitte in Euerem eigenen Interesse das Piercing schützen (z.B. Mullkompresse, Pflaster) und auch sonst nie mit ungewaschenen Händen ans frische Piercing fassen
  • keinen Druck auf das frische Piercing ausüben (Kleidung, etc.)

Orales Piercing: Zunge , Lippe innen

Mundspülung 2 x täglich mit Hexoral spülen (Möglicher weißer Belag ist Nebenwirkung des Hexorals und ungefährlich!). In den ersten 3-4 Tagen keine heißen Getränke, keine scharfen Speisen. Bei Schwellung im Mund: Eiswürfel lutschen. In der ersten Woche keine Zungenküsse oder oralen Sex. Sollte jemand unbedingt Schmerzmittel benötigen, bitte kein Aspirin oder Aspirin-haltige Schmerzmittel nehmen. Unbedenklich wären Schmerzmittel mit den Hauptbestandteilen Ibuprofen oder Paracethamol.

Intimpiercing

2 x täglich mit Octenisept desinfizieren. Um Infektionen zu vermeiden, während der ersten 1-2 Wochen Kondome benützen. Die initiale Abheilung kann mehrere Monate betragen. In dieser Zeit sollten Manipulationen - außer zum Reinigen - unterbleiben. Wenn Ihr irgendwelche Probleme oder Fragen bezüglich Eures Piercings habt, dann wendet Euch bitte jederzeit an uns.

Preise

Ohrlochstechen
1 Ohrstecker 30,00 €
2 Ohrstecker 50,00 €

Nase, Helix, Ohrknorpel, Daith, Skindiver
50,00 €

Tragus, Rook, Antihelix, Conch
60,00 €

Bauchnabel, Eskimo, Zunge, Brustwarze, Nasensteg, Augenbraue, Labret, Madonna, Ashley, Cheek, Medusa
70,00 €

Septum, Lippenbändchen
80,00 €

Industrial
80,00 €

Intim
90,00 €

Schmuckwechsel fremd, Dehnung
10,00 €

Alle Preise inkl. Erstschmuck.
Preise verstehen sich inkl. MWSt. in Euro.